Gemeinschaftspraxis Ziegler-Kirbach & Gehrt

Kinder- und Jugendärzte

Unser diagnostisches Vorgehen

Um eine hohe diagnostische Sicherheit zu haben und wichtige Hinweise für Beratung und Therapie zu gewinnen, legen wir viel Wert (entsprechend den Leitlinien der Fachgesellschaften) auf eine ausführliche Diagnostik.

Die wichtigsten Elemente dabei sind:

  • ausführliche Erhebung der aktuellen Probleme und der Vorgeschichte (Anamnese) Ihres Kindes, auch mit Fragebögen für Eltern und Lehrer / Erzieher
  • eine neurologisch-motoskopische Untersuchung
  • Feststellen einer normalen Hör- und Sehfähigkeit
  • Blutuntersuchung
  • Video-Diagnostik (nach Dr. Fritz Jansen und Uta Streit, siehe unten: "Unsere Spezialisierung")
  • in besonderen Fällen psychologische Tests, um die Stärken und Schwächen Ihres Kindes intensiver zu erfassen (in enger Kooperation mit der Praxis von Frau Dr. Schneider und Frau Dr. Jacobi)
  • Abschlussgespräch

Anm.: Das Video entfällt für Patienten im ADHS-AOK-Vertrag.

Mit der umfangreichen Diagnostik soll die Frage „ADHS - ja oder nein?“ möglichst sicher beantwortet werden.
Darüber hinaus soll geklärt werden,

  • wenn eine ADHS vorliegt, was erschwert die Situation noch (z.B. Teilleistungsstörung, emotionale Störung, familiäre Belastungen,  besondere Begabungen)?
  • wenn keine ADHS vorliegt, worin könnten dann die Ursachen für die gegenwärtigen Probleme liegen?

Wesentliche Elemente der umfangreichen ADHS-Diagnostik sind keine pädiatrischen Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen und werden nach den Bestimmungen der Ärztlichen Gebührenordnung (GOÄ) privat abgerechnet.
Die Kosten betragen z.Zt. 429,00 €.

Unsere Spezialisierung:

Die auf Video aufgezeichneten Verhaltensbeobachtungen in Standardsituationen machen die Diagnosestellung zuverlässiger und geben wertvolle Hinweise auf begleitende Auffälligkeiten. Das Video ist für die psychologische Beobachtung so wichtig und hilfreich, wie das Mikroskop in Medizin und Biologie.

Manche Phänomene einer Aufmerksamkeitsstörung lassen sich leichter beobachten: z.B. rasche Ablenkbarkeit, geringe Konzentration oder häufiger Wechsel der Tätigkeiten. Andere Merkmale sind subtiler und entziehen sich der spontanen Beobachtung, z.B.: Wann lässt die Konzentration nach? Wie lange braucht das Kind, um wieder in die Lernsituation zurück zu kommen? Wohin schweift sein Blick? Welche Strategien hat es entwickelt, um aufmerksam zu bleiben?

Oft laufen diese Phänomene nur in sehr kurzen Zeitabschnitten ab. Mit der Videoaufzeichnung können die Verhaltensänderungen und Auffälligkeiten millisekundengenau verfolgt und analysiert werden. Dazu werden in vorgegebenen Situationen unterschiedliche Anforderungen an das Kind gestellt.

Das Diagnostik-Video ist in vielen Fällen ein guter Einstieg in weitere psychologisch-pädagogische Beratungen. Für weitergehende und spezielle Probleme und Fragestellungen können zusätzliche Aufnahmen erstellt werden.